Schlagwort-Archive: FAQ

Fundstück, ABC

Standard

Ebenfalls irgendwann mal im Web gefunden (und deshalb ebenfalls ohne Quellenangabe), ist diese sehr hilfreiche Übersicht für’s Häkel-ABC:

542037_329776923801917_296397102_n

Advertisements

Wie geht…?

Standard

Vor geraumer Zeit tauchte hier die Frage nach dem Häkeln in Runden sowie in Spiralrunden auf. Ich versuche nachfolgend einmal die unterschiedliche Vorgehensweise zu beschreiben, das Ziel sollen beispielhaft 18 Maschen am Ende der dritten Runde sein.

Häkeln in Spiralrunden:
Es wird fortlaufend gehäkelt, das heißt ohne (!) (Wende)Luftmasche am Anfang einer Runde. Benötigt wird auf jeden Fall ein Markierungsfaden, um den Anfang bzw. das Ende einer jeden Runde zu erkennen.

1. Runde: Fadenring mit 6 festen Maschen (= „fM“), nach der 6. fM einen Markierungsfaden vor die soeben gehäkelte Masche legen.
2. Runde: Es werden jeweils 2 fM in jede feste Masche der 1. Runde gehäkelt. Man beginnt also die Runde, indem man 2 fM in die 1. Masche der Vorrunde häkelt, danach 2 fM in die nächste feste Masche (=(2. fM der Vorrunde) usw. Die Runde endet mit der 12. fM vor dem Markierungsfaden (also quasi rechts davon).
3. Runde: Markierungsfaden wieder vor die soeben gehäkelte Masche legen (=Beginn der neuen Runde) und nun jede 2. fM der Vorrunde verdoppeln, d.h. in die erste fM der 2. Runde 1 fM, in die zweite fM der Vorrunde 2 fM usw. Am Ende der Runde haben wir somit 18 feste Maschen.

Häkeln in Runden:
Jede Runde wird mit einer Luftmasche begonnen, wobei diese die 1. feste Masche ersetzt. Man beendet die Runde jeweils mit einer Kettmasche in genau diese Luftmasche!

1. Runde: Fadenring mit 5 (!) festen Maschen (= „fM“), am Ende der Runde Fadenring zusammenziehen und mit einer Kettmasche in die erste feste Masche zu einem Ring schließen (= 6 Maschen).
2. Runde: 1 (Wende)Luftmasche und in die gleiche Masche (d.h. die 1. fM der Vorrunde) eine feste Masche. Nun jeweils 2 fM in jede fM der 1. Runde, ergibt 12 feste Maschen (also 1 Luftmasche + 11 fM). Nun wird die Runde mit einer Kettmasche in die Luftmasche beendet.
3. Runde: 1 Luftmasche (= 1. fM), in die 2. fM der 2. Runde zwei fM, fortsetzen mit abwechselnd 1 fM bzw. 2 fM, also jede zweite fM bis zum Ende der Runde verdoppeln. Die Runde widerum mit einer Kettmasche in die LUFTmasche beenden, das heißt die Kettmasche der 2. Runde wird dieses Mal „übersprungen“! Dies ergibt 18 fM (also 1 Luftmasche + 17 fM).
Ab der 4. Runde wird jede Runde wie in der 3. Runde begonnen bzw. beendet.

Ich hoffe, nun klappt es mit dem Häkeln in Runden bzw. dem Spiralhäkeln. Viel Erfolg!

Nadelstärke?

Standard

An anderer Stelle tauchte die Frage nach der verwendeten Nadelstärke bei einem Häkelstück auf. Dies lässt sich so pauschal eigentlich nicht beantworten, denn sie ist abhängig von der Wolle bzw. dem Häkelgarn, welches man verwendet. Bevor ich mit dem Häkeln im intensiveren Rahmen anfing, habe ich mir nie über die Beschriftung auf der Banderole des Knäuels Gedanken gemacht, allerdings findet man auf ihr doch erstaunlich viele (hilfreiche) Informationen. Zur besseren Veranschaulichung habe ich einfach mal zwei Exemplare abgeknipst.
Die obere (braune) Banderole gehört zu einer dickeren Wolle mit 35 % Alpaka-Anteil, die untere (weiße) zu einem normalen Baumwollgarn. Die beiden Etiketten zeigen auch ganz gut, wie unterschiedlich die Beschriftung der Hersteller ausfallen kann.
Jedenfalls sieht man unter „A“ die mögliche bzw. benötigte Nadelstärke, mit der die Wolle verarbeitet werden kann. Im oberen Fall wäre es die Nadelstärke 5, im unteren 2,5 bis 3,5. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durchaus auch mit abweichender Stärke gearbeitet werden kann, allerdings fallen die Ergebnisse mit den empfohlenen Nadeln am Besten aus. Bei dem Baumwollgarn kann man also Nadeln von 2,5 bis 3,5 benutzen, wobei Nadelstärke 2,5 ein festeres Ergebnis liefert, 3,5 wäre etwas lockerer, da die Maschen in diesem Fall ja etwas größer ausfallen.
Interessant sind auch die Angaben unter „B“ bzw. „C“. Einmal abgesehen von der Mengenangabe (in diesem Fall 50 Gramm) wird hier die Lauflänge des Knäuels angegeben, also die Länge des Garns, also 75 Meter (oben) bzw. 125 Meter (unten). Dies ist zum Beispiel wichtig für die benötigte Menge bzw. wenn man ein angegebenes Garn durch ein anderes ersetzen will, wobei ich hierzu die Abbildung „C“ auf dem unteren Etikett als Beispiel aufgreife. Möchte man einen Pullover in der Größe 40 häkeln, benötigt man ca. 500 Gramm des Baumwollgarns, also etwa 10 Knäuel (=Lauflänge 1250 Meter). Soll dies allerdings mit dem obigen Garn passieren, bräuchte man ca. 17 Knäuel (=benötigte Lauflänge 1250 m geteilt durch oben vorhandene Lauflänge 75 m => 16,6 Knäuel).
Die weitere Angabe „10 x 10 cm“ unter „C“ bezieht sich auf die sogenannte Maschenprobe, d.h. beim oberen Garn bekomme ich auf die benannte Fläche 22 Reihen à 17 Maschen, beim unteren (feineren) Garn 36 Reihen à 26 Maschen.
Benötigt man mehrere Knäuel einer bestimmten Farbe, empfiehlt es sich, auf die Farbpartie-Nummer des Knäuels (zu sehen unter „D“) zu achten. Alle Knäuel, die im selben Farbbad eingefärbt wurden, haben die gleiche Farbpartie-Nummer.
Um die Erläuterungen der Banderole zu komplettieren, findet man bei meinen beiden Beispielen unter „E“ noch die Einordnung in die Garnstärken-Gruppe, ich weiß jedoch nicht, ob das alle Hersteller machen und ob es sich letztendlich lediglich auf die herstellereigene Angebotspalette bezieht.
Auf dem unteren Etikett sieht man des Weiteren unter „F“ noch Pflegehinweise, die eigentlich von Kleidungsstücken bekannt sein dürften. Und unter „G“ zu guter Letzt noch die Farbnummer, d.h. um welche Farbe es sich handelt.
Lange Rede, kurzer Sinn – ich meine mich zu erinnern, bei der großen Kitty mit dem Herz die Nadelstärke 3,5 verwendet zu haben (unter Verwendung des unteren Baumwollgarns), aber das hat wenig zu bedeuten. 😉

Etikett